Sie sind hier: Startseite » Dokumente » Das Soldbuch

Das Soldbuch

 Das Soldbuch ist ein 28-seitiges Ausweisdokument im Format A6 und musste vom Soldaten als Personalausweis ständig in einer Tasche seiner Uniform mitgeführt werden. Das Soldbuch des Heeres hat einen hellbraunem Pappeinband und das Soldbuch der Luftwaffe einen blauen Pappeinband (Foto 1). Das Soldbuch wurde dem Soldaten bei seinem Antritt zum aktiven Wehrdienst von seiner Ausbildungs- und Ersatzabteilung ausgestellt und ausgehändigt.

Einträge durften nur von den zuständigen Dienststellen vorgenommen werden.

 Das Soldbuch enthält folgende Angaben:

-          Seite 1: Dienstrang und ggf. Beförderungen, Vor- und Familiennamen, Beschriftung und Nr. der Erkennungsmarke, Blutgruppe, Gasmaskengröße und Wehr-Nummer.

-          Seite 2: Geburts-Datum und –Ort, Religion, Beruf, Personalbeschreibung mit Größe, Farbe der Augen etc., Dienststempel der ausstellenden Einheit.

-          Seite 3: Bescheinigungen über Änderungen auf den Seiten 1 und 2

-          Seite 4: Angaben über den Ersatztruppenteil und Feldtruppenteil

-          Seite 5: Anschriften der nächsten Angehörigen

-          Seiten 6, 7: Nachweis über Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke

-          Seite 8:  Besondere Bekleidungsvermerke

-          Seiten 8a - 8d: Besitznachweis über Waffen und Geräte

-          Seite 9: Impfungen

-          Seiten 10, 11: bei Brillenträgern Angaben zur Sehstärke

-          Seiten 12 - 15: Nachweis über Lazarettaufenthalte

-          Seite16: Zahnärztliche Behandlungen

-          Seite 17: weitere Angaben über den Ersatztruppenteil und Feldtruppenteil

-          Seiten 18 – 21: Nachweis über gezahlten Wehrsold. Hier wurde auch eingetragen, ab wann sich der Soldat auf afrikanischem Boden befand. Ab dem Tag wurde die so genannte „Afrika-Zulage“ gezahlt.

-          Seite 22: Auszeichnungen

-          Seiten 23, 24: Urlaubsnachweis

-          Der hintere Einband ist als Falttasche ausgebildet, in die z.B. Gesundheits-Merkblätter eingelegt werden konnten.

Falls der vorhandene Platz nicht ausreichte, wurden leere Seiten umgewidmet oder zusätzliche Seiten wie z.B. Bekleidungsnachweise eingeklebt.


(Foto Nr. 1)