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Der Wehrpass ist ein 52-seitiges Ausweisdokument im Format A6 mit grauem Pappeinband und wurde anlässlich der Musterung des Wehrpflichtigen ausgestellt. Der Wehrpass enthält:

-          Die Angabe des zuständigen Wehrbezirkskommandos und die Wehr-Nummer.

-          Ein Passfoto, Angaben zur Person bis hin zu besonderen Fähigkeiten

-          Den Musterungsentscheid / Tauglichkeitsgrad

-          Angaben zur Dienstzeit beim Reichsarbeitsdienst

-          Einberufung zum aktiven Wehrdienst, Ausbildungseinheit

-          Zugehörigkeit zu Truppenteilen des Heeres, der Luftwaffe oder der Kriegsmarine

-          Ausbildungsnachweise an Waffen, Geräten, Lehrgänge

-          Beförderungen, verliehene Orden und Ehrenzeichen

-          Im Kriege mitgemachte Gefechte

-          Verwundungen und ernstere Krankheiten

-          Entlassungsbescheinigung aus dem aktiven Wehrdienst

-          Wehrdienst im Beurlaubtenstand

 Der Wehrpass wurde in der Regel in der Schreibstube der zuständigen Kompanie oder Feldtruppenteils aufbewahrt und geführt. Lediglich beim Wechsel zu einer anderen Dienststelle oder dem Ausscheiden aus dem aktiven Wehrdienst wurde er dem Soldaten mitgegeben. Der Soldat selbst hatte ein ähnliches Ausweisdokument, das Soldbuch, welches als Personalausweis ständig vom Soldaten mit zu führen war.