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Tornisterschrift - Der Islam -

Mit dieser Tornisterschrift sollten die deutschen Soldaten auf den Einsatz in Afrika und auf die Religion der dortigen Einwohner vorbereitet werden. Das besondere daran ist, dass diese wirklich in einem sehr einfachen Deutsch geschrieben wurde, anscheinend damit es auch wirklich jeder versteht. Als Auszug werden die 19 Leitsätze "für das Verhalten des Europäers in mohammedanischen Ländern" gezeigt:

1. Sei Dir stets bewußt, dass der Islam eine hochstehende Religion ist, die dem Christentum in der Auffassung von Gott nicht nachsteht.

2. Begegne daher dem Muslim mit der gleichen Achtung und Duldsamkeit, wie Christen verschiedener Konfession einander immer begegnen sollen.

3. Wünschst Du über den Islam Dich mit einem Muslim zu unterhalten, so tue es nur auf der Grundlage der Gleichberechtigung Deiner und seiner Religion.

4. Achte es, wenn ein Muslim, seiner Gewohnheit nach, in der Öffentlichkeit sein Gebet verrichtet. Beobachte ihn nicht neugierig bei dieser für ihn heiligen Handlung. Unterlasse jede Störung. Versuche unter keinen Umständen, ihn beim Gebet zu fotografieren oder zu filmen.

5. Dringe nie in eine Moschee ein, es sei denn, dass man Dich dazu einlädt, sie zu besichtigen, oder wenn der Wächter des Heiligtums Dir seine Bereitwilligkeit zeigt, Dich einzulassen. Versuche aber nie, am Freitag oder zur Stunde des Mittagsgebets die Moschee zu betreten.

6. Wird der Besuch einer Moschee an irgendwelche Bedingungen geknüpft, wie Waffen oder Schuhe abzulegen, gebietet es Deine Selbstachtung, auf den Besuch zu verzichten.

7. Mache keinen Versuch, in der Moschee zu fotografieren, falls man es Dir auf Deine Anfrage nicht ausdrücklich gestattet.

8. Ebenso wie in der Moschee halte es mit Grabbauten, in denen Fürsten oder Heilige beigesetzt sind (Meist kleine Kuppelbauten). Fange und töte keine der vielen Tauben bei Moscheen und Heiligengräbern. Es ist verdienstlich sie zu füttern.

9. Begegne Personen, die die Wallfahrt nach Mekka gemacht haben, Hadjis mit Achtung. Meist sind sie kenntlich am Tragen eines Turbans, eines Bartes und eines weißen Gewandes. Versuche, wenn Du längere Zeit am Ort weilst, zu ihnen gute Beziehungen zu gewinnen. Vermeide sie Dir zu Feinden zu machen.

10. Gib Bettlern mit freundlicher Miene kleine Almosen in Form kleinster Münzen. Weise sie niemals unwirsch zurück. Verfügst Du nicht über Kleingeld oder wünschst Du nichts zu geben, so sage freundlich in Landessprache "Allah wird Dir geben."

11. Zeigt man Dir ein Kind, so lobe es nicht zu sehr, sondern äußere eher Bedenken über sein Aussehen und Befinden, sage aber dazu: "Maschallah, Maschallah", "Gott behüte".

12. Wenn du mit einem Muslim eine Verabredung für die Zukunft triffst, so hänge an die Verabredung das Wort "Inschallah" an, "So Gott will", z.B. "Wir wollen uns morgen um 2 Uhr da und dort treffen, Inschallah!"

13. Suche niemals durch Gruß oder Wort Beziehung zu gewinnen zu einer muslimischen Frau. Winke nie zu einem Fenster hinauf, sprich niemals eine Frau auf der Straße oder in einem Laden an.

14. Mußt du an einem muslimischen Haus eine Auskunft einholen, so klingle und klopfe, drehe dann aber der Tür den Rücken zu, damit du eine etwa öffnende Frau nicht ansiehst.

15. Frage nie einen Muslim nach seiner Frau oder anderen erwachsenen Familienmitgliedern.

16. Vermeide es, wenn es sich um ein Bauvorhaben irgendwelcher Art handelt, auch bei der Anlage von Verteidigungsstellungen, falls es nur irgend möglich ist, ein muslimisches Grab zu zerstören. Gräber gelten als unantastbar.

17. Wenn Du in einem orientalischem Haus eingeladen bist, so bewundere und lobe nicht Gegenstände der Einrichtung. Die ungeschriebenen des Gastfreundschaft verpflichten sonst den Gastgeber sie Dir zu schenken. Er tut dies aber keineswegs gern. Es ist nicht taktvoll, sich auf diese Weise beschenken zu lassen.

18. Bewirtet man Dich als Gast, und sei es im kleinsten Ort und im ärmlichsten Haushalt, so versuche nie, die Bewirtung mit Geld oder Gegengeschenken zu vergüten. Du beleidigst den Gastfreund aufs schwerste, wenn Du auch nur den Versuch machst. Nur Arzeneimittel darf man schenken, falls man darum angegangen wird. Hinterlasse eine Karte mit deinen Namen, sie wird Jahrzehnte lang aufbewahrt werden. Erwidere die Gastfreundschaft mit allem , was Dir zu Gebote steht, falls du Besuch aus dem betreffenden Haus erhältst.

19. Nötige nie einen Menschen zum Essen und Trinken von Speisen oder Getränken, die ihm durch das Gesetzt verboten sind (Schweinefleisch, Wein). Täusche ihn auch unter keinen Umständen über die Art der Speise, die Du ihm anbietest.