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Haltbare Lebensmittel, wie Konserven, aber auch teilweise das Mehl, wurde von der Industrie  oder den Erzeugern an Verpflegungsmagazineim Heimatkriegsgebiet oder in den besetzten Gebieten geliefert. Von hier gingen die Verpflegungsmittel mit Verpflegungszügen der Eisenbahn zu den Armee-Verpflegungslagern, bzw. nach Italien. Von dort per Schiffs- oder Lufttransport zuerst nach Tripolis, später nach Benghasi oder Tobruk.Das (spätere) Korps -Verpflegungslager richtete hinter der/den Division (en) Verpflegungsumschlagstellen oder Verpflegungszweiglager ein. Den Transport der Lebensmittel dorthin besorgten die Nachschubkolonnen des (späteren) Korps. Von den Verpflegungsumschlagstellen holten die Divisions-Nachschub- Kolonnen die Verpflegungsmittel für ihre Division ab und brachten sie zu den vom   (Divisions-) verpflegungsamt betriebenen Verpflegungsausgabestellen. Hier holten die Verpflegungstrosse der Truppe die Lebensmittel ab und brachten sie zu den Feldküchen. Frischverpflegung, vor allem Fleisch, Gemüse, Obst, aber auch Mehl, wurde nach Möglichkeit direkt im Operationsgebiet durch die Verpflegungsämter angekauft oder beschlagnahmt.Die Brotversorgung wurde von dem (r) Bäckereizug -/ kompanie der Division sichergestellt.  Das Brot holten dann entweder dieNachschubkolonnen der Divisionen direkt bei dem (r) Bäckereizug -/kompanie ab oder der Bäckereizug - / kompanie brachte die Brotlaibe mit eigenen Tansportfahrzeugen zu der Verpflegungsausgabestelle.Für die Versorgung mit Fleisch und Wurst gab es bei der Divisionen einen Schlächtereizug. Da es auf Divisionsebene keine Möglichkeit gab, das Fleisch mit Kühlfahrzeugen zu transportieren , war es vor allem bei grosser Hitze erforderlich, die Schlächtereizüge der Division nahe an den Verpflegungsausgabestellen einzurichten , um das Fleisch schnell zu den Feldküchen zu bringen.Transport des Trinkwassers mit kleinen oder großen Wasserkolonnen auf Lkw in 20 Liter Kanister aus den wenigen Süßwasserquellen in   Benghasi oder Derna. An diesen Wasserstellen herrschte immer Hochbetrieb mit viel Gedränge. Es kostete Wartezeit, die aber nicht immer ausreichend zur Verfügung stand. Süßwasser war wirklich eine Köstlichkeit, ein Genuss besonderer Art, der kaum durch etwas anderes übertroffen werden konnte. Das "normale" Wasser war ausschließlich Salzwasser und das schmeckte abscheulich. Aber Wasser war lebenswichtig, auch das Salzwasser. Das wurde auch verwendet zum Aufbrühen von Tee. Mit Zugabe von viel Zucker wurde dieser Tee dann leidlich genießbar. Trinken, immer wieder trinken , das war das A und O unseres Wüstendaseins.