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Die Fortdauer und Härte des Krieges machte es damals nötig eine neue Auszeichnung zu schaffen, die zwischen dem Eisernen Kreuz 1. Klasse und dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes stand. So wurde vom Oberbefehlshaber der Wehrmacht am 28. Sept. 1941 das „Deutsche Kreuz in Gold“ (kurz DK) gestiftet (Bild 1), welches aber nicht in das Klassement des Eisernen Kreuzes eingebunden ist. Gemäß der Stiftungsverordnung konnte es „für vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder vielfach bewiesene Verdienste in der Truppenführung“ verliehen werden, die die Verleihungsvoraussetzungen für das Ritterkreuz noch nicht erfüllten.
Das „Deutsche Kreuz in Gold“ besteht aus einem achtzackigen Strahlenstern von ca.63 mm Größe mit einem großen auf der Spitze stehenden emaillierten Hakenkreuz im Zentrum, umgeben von einem goldfarbigen Lorbeerkranz auf dem das Jahr der Stiftung „1941“ eingeprägt ist. Rückseitig befindet sich eine stabile Scharniernadel. Das „Deutsche Kreuz“ wurde an der Uniform mittig auf der rechten Brustseite getragen.


Das 2. Foto zeigt Generalmajor Fritz Bayerlein mit dem Deutschen Kreuz in Gold, welches ihm am 23. Okt. 1942 verliehen wurde. Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes war ihm bereits am 26. Dez. 1941 verliehen worden.

Am 5.Juni 1942 wurde durch das Oberkommando der Wehrmacht (O.K.W.) bekannt gegeben:
„daß der Führer das Tragen des Deutschen Kreuzes in Gold in gestickter Form auf Stoffunterlage genehmigt hat“. Diese Variante war für diejenigen Soldaten vorgesehen, bei denen auf Grund ihrer Einsatz-Verwendung eine Beschädigung des Originals möglich war. Bei der gestickten Variante war in der Regel nur der goldfarbige Lorbeerkranz aus Metall.
   
Das 3. Foto zeigt Generalmajor Kurt Freiherr von Liebenstein, Kommandeur der 164. leichten Afrika-Division mit der auf der rechten Brusttasche angenähten Stoff-Variante des Deutschen Kreuzes. Das D.K. wurde Freiherr von Liebenstein am 26. Jan. 1942 verliehen.
Am 10. Mai 1942, 2 Tage vor der Kapitulation der deutschen Truppen in Nord-Afrika, wurde Freiherr von Liebenstein auch das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Neben dem obligatorischen Eintrag in das Soldbuch erhielt der mit dem „Deutschen Kreuz“ Beliehene an der Front ein Vorläufiges Besitzzeugnis, sowie eine große Verleihungsurkunde, die aber an seine Heimatadresse gesandt wurde (Bild 4).

Das „Deutsche Kreuz in Silber“
Zeitgleich mit dem Deutschen Kreuz in Gold wurde auch das Deutsche Kreuz in Silber gestiftet, als Auszeichnung zwischen dem „Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse“ und dem „Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuz“. Die Bezeichnungen „in Gold“ und „in Silber“ stellen hier keine Abstufung dieser Auszeichnung dar. Die Stiftungsverordnung besagt: „Das Deutsche Kreuz in Silber wird verliehen für vielfache außergewöhnliche Verdienste in der militärischen Kriegsführung“, womit z.B. Verdienste in der Militärlogistik gewürdigt wurden.
In der Form und Größe entspricht das „Deutsche Kreuz in Silber“ dem „Deutschen Kreuz in Gold“, hat jedoch anstelle des goldfarbigen Lorbeerkranzes einen silberfarbigen.