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Erwin Rommel

Erwin Eugen Johannes Rommel wurde am 15.11.1891 in Heidenheim geboren. Bereits im Juli 1910 trat er dem 6. Württembergischen Infanterieregiment in Weingarten als Fahnenjunker bei. Am27.01.1912 wurde er nach Absolvierung der Kriegsschule in Danzig zum Leutnant befördert. Während des 1. Weltkrieges wurde er als Frontoffizier in Frankreich, Rumänien und Italien eingesetzt. Am Ende des 1. Weltkrieges war Erwin Rommel ein hochdekorierter Hauptmann(befördert am 18.10.1918), welcher für seine hervorragenden Leistungen unter anderem das EK1 und die höchste Auszeichnung des 1. Weltkrieges- den Preussischen POUR LE MERITE verliehen bekam.

Zwischen den Kriegen diente er in der Reichswehr, war vom September 1929 bis September 1933 Lehrer an der Infanterieschule Dresden, veröffentlichte 1937 sein (Lehr-)Buch "Infanterie greift an" und war vom 10.11.1938 bis März 1939Kommandeur der Kriegsschule Wiener Neustadt.

Als Generalmajor kommandierte Erwin Rommel die 7. Panzerdivision im Frankreichfeldzug. Diese erhielt von den Franzosen den Namen "Gespensterdivision, weil Rommel ebenso überraschend zuschlug als auch wieder verschwand. Diese Eigenschaft Rommels war charakteristisch während seiner gesamten militärischen Laufbahn, ebenso wie sein Führen von vorn und sein ritterlicher Umgang mit dem Feind trotz teilweise rücksichts- und kompromissloser Angriffsführung. Diese Eigenschaften brachten Rommel Respekt und Anerkennung bei Freund und Feind ein.

Am 12. 02.1941 traf Rommel in Tripolis ein und wurde Befehlshaber des deutschen Sperrverbandes in Lybien (Deutsches Afrikakorps).

Während des Afrikafeldzuges wurde Rommel und das Afrikakorps zum Alptraum der Engländer und ihrer Verbündeten, da trotz permanentem Mangel an Mensch, Kriegsgerät und vor allen Dingen Nachschub, teils unvorstellbare Leistungen erbracht wurden. Rommel hatte zweifellos einen großen Anteil daran, daß der Afrikafeldzug größtenteils fair ablief.(Feuerpausen zum Bergen von Verwundeten und Gefallenen z.B.oder die respektvolle Behandlung von Gefangenen wurden durch Beteiligte beider Kriegsparteien oft bestätigt).

Am 06.03.1943 verlies Erwin Rommel Afrika als Generalfeldmarschall, dekoriert mit dem Ritterkreuz-mit Eichenlaub, Schwertern und Brillianten. Über die Gründe seiner Rückberufung gibt es unterschiedliche Angaben, auf jeden Fall waren es auch gesundheitliche Probleme, da er von sich dieselben Strapazen abverlangte wie von seinen Untergebenen.

Am 15.07.1943 wurde Rommel Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B in Italien, bis die Heeresgruppe B am 21.11.1943 an den Atlantikwall verlegt wurde.Rommel war gleichzeitig Inspekteur des Atlantikwalls.

Vom 06.06.1944 bis 15.08.1944 führte er die Schlacht in der Normandie, welche wegen fehlendem Nachschub und einer fatalen Fehlentscheidung der Vorgesetzten Rommels (Panzer verblieben in hinterer Stellung) zum Scheitern verurteilt war.

Nach dem Attentatsversuch des Grafen Stauffenberg an Hitler am 20.07.1944 geriet Rommel in den Verdacht der Mittwisserschaft und wurde zum Selbstmord gezwungen, um eine Verfolgung seiner Familie zu verhindern. Außerdem war Rommel zum Volkshelden geworden, den man unmöglich als Verräter hinrichten konnte. Offiziell war er an einer Verwundung, welche er bei einem Luftangriff in Frankreich tatsächlich erlitt,  am 14.10.1944 verstorben. Das inszenierte Staatsbegräbnis fand am 18.10.1944 in Ulm statt.