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Wilhelm Ritter von Thoma

Wilhelm Josef Thoma wurde am 01.09.1891 als Sohn eines königlich bayerischen Forstbeamten in Dachau geboren.Nach seiner Schulzeit meldete er sich am 23.09.1912 als Offiziersanwärter beim 3. Kgl.Bayer. Infanterieregiment,,Prinz Karl von Bayern''. Dort wurde er am 20.05.1913 zum Fähnrich und am 01. 08.1914 zum Leutnant befördert.

Während des 1. Weltkrieges kämpfte Wilhelm Thoma an der Westfront und nahm an der Schlacht von Cambrai teil. Dies war die erste große Panzerschlacht der Militärgeschichte.

Er wurde während des Krieges mehrfach verwundet und erhielt am 05.06.1916 das Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Orden, welches gleichzeitig die Verleihung des persönlichen Adels(,,Ritter von'')beinhaltete. Am 14.12.1917 wurde Ritter von Thoma zum Oberleutnant befördert (das Rangdienstalter wurde dann auf den 18.04.1917 festgelegt)

Kurz vor Kriegsende geriet er in französische Gefangenschaft (andere Quellen sprechen von amerikanischer Gefangenschaft), aus welcher er im Herbst 1919 wieder entlassen wurde.

Zwischen beiden Weltkriegen diente Wilhelm Ritter von Thoma in der Reichswehr. Am 01.10.1934 wurde er im Zuge der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht zum Kommandeur der 2. Abteilung vom Kraftfahrlehrkommando Ohrdruf(Thüringen) ernannt. 1936 kam er als Oberstleutnant zur Legion Condor nach Spanien, wo er die Panzer-Abteilung im spanischen Bürgerkrieg führte. Für seine Leistungen erhielt er die höchsten spanischen Auszeichnungen, unter anderem das Panzertruppenabzeichen der Legion Condor - als einziger in Gold.

Am 01.04.1938 wurde er zum Oberst befördert. Nach der Rückkehr aus Spanien war Wilhelm Ritter von Thoma Kommandeur vom Panzer-Regiment 3 in Wien, welches er zu Beginn des 2. Weltkrieges im Polenfeldzug in den Kampf führte(dort 2. Panzerdivision). Anfang 1940 wurde er in das OKH versetzt und zum General der Schnellen Truppen ernannt. In dieser Dienststellung erfolgte am 01.08.1940 die Beförderung zum Generalmajor. In der Zeit vom 21.07. bis 19.09.1941 führte er die 17. Panzer-Division, ab Mitte Oktober wurde er Kommandeur der 20. Panzerdivision. am 31.12.1941 wurde ihm für seine hervorragende Leistung beim Aufbau und Halten eines Abwehrriegels an der Rusa das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 01.08.1942 erfolgte die Beförderung zum Generalleutnant. Mit der Führung des Deutschen Afrika-Korps wurde er am 01.09.1942 beauftragt und war ca. 2 Wochen später vor Ort. Am 24. 10.1942 übernahm er stellvertretend für 2 Tage das Kommando über die Deutsch-Italienische Panzerarmee. Mit Wirkung vom 01.11.1942 wurde Wilhelm Ritter von Thoma zum Panzergeneral befördert und zum Kommandierenden General vom Deutschen Afrika-Korps ernannt.

Am 04.11.1942 geriet er bei Tel el Mampsra in britische Gefangenschaft(ehemalige Kampfgefährten sprechen aber auch vom Überlaufen).

Ende 1947 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen und heiratete am 15.03.1948 Maria-Elisabeth Gräfin von Kielmannsegg. Kurze Zeit später, am 30.04.1948 starb Wilhelm Ritter von Thoma in Dachau. Nach anderen Angaben soll der Sterbeort  Starnberg sein.