Sie sind hier: Startseite » Zeitzeugen » Berichte » Der Afrika Feldzug aus Sicht der Art. Abt im Afrika Rgt. 361 - Part III

I. Afrika-Artillerie-Abtlg. 361

Am 3. April kann Hptm. Kaul die 1. Batterie mit vier englischen Beutegeschützen Kal. 8,76 cm einsatzbereit melden, Standort Feldlager D'Annuncio "Hungerturm".
Auszug KTB vom 3. April 1942:
"12.00 Uhr meldet Kdr.Artl.Abt. 361, daß 1. Battr. Geschütze einsatzbereit sei. Sie soll am 5.4. in Stellung gebracht werden. Endlich ein Geschütz, das soweit wie der Engländer schießt. Es fehlt vor allem noch an Fernsprechmitteln für die Abtlg."
Die erste Batterie wird am 4. April morgens in Marsch gesetzt. Fahrt über nördliche Strecke der Via Balbia über die Serpentinen bei Derna (gegen 14.00). Abend Ankunft im Bereich Tmimi und Eingliederung in die motorisierten Teile der Kampfgruppe Marcks (Kdr.IW.Rgt. 155), Die Kampfgruppe besteht aus Teilen des leichten Infanterie-Rgt. 155, Pz.-Jäger 605 und 190, 1. Pi.900 (ohne 4. Komp.), s.J.G.Komp 708, 1. Batterie 361 u. 4/Flak 18. Am Ostersonntag, 6 April, Abmarsch der l. Teile des leichten Infanterie-Rgts. 155 im Flächenmarsch aufgefächert über Bir Aleima - Eluet el Aggara Richtung Bir Temrad. Die 1. Welle der Kampfgruppe hat Bir Temrad nicht erreicht und ist südöstlich an Bir Temrad vorbeigefahren und befindet sich westlich von Bir Breghise.
Wir fahren im Flächenmarsch aufgefächert. Batterie-Chef vor den in Linie fahrenden 4 Geschützen, dahinter Muni- und Versorgungsfahrzeuge, einschl. Küche und unser 2 cm Flak-Geschütz. Gegen Mittag Halt und Stellungsbau.
Südöstlich Bir Temrad Feindberührung. Auf Befehl von Gen. Rommel, der an diesem Vorstoß teilgenommen hat, werden 3 Stützpunkte nord-südlich verlaufend angelegt, die um 14.00 Uhr einsatzbereit sind.
Wir, die 1. Batterie, liegt in einem der Stützpunkte in Feuerstellung.
Um 18.00 legt eine engl. Batterie überraschend ihr Feuer auf unsere Stellung. Vor und hinter uns Einschläge von Granaten. Durch schnelles Hinlegen entgehen wir den Granateinschlägen, die ca. 15 m hinter uns liegen. (Veteran Quadflieg)
7.4.: Tag beginnt mit morgentlichem Störungsfeuer von beiden Seiten. Mittags fährt Gen. Ronunel vorbei, nachdem er das 4. Geschütz besichtigt hat.
Es wird eine Tag- und eine Nachtstellung eingerichtet. Tagsüber wird die Batterie vorgezogen. Die Nachtstellung befindet sich im Bereich etwas westlich des Stützpunkte.
8.4.42, 5.55 Uhr: Artl.-Feuer auf Stützpunkt Süd und Mitte nimmt gegen 7.00 an Heftigkeit zu. Um diese Zeit wird in etwa 5 - 6 km Entfernung in ostw. Richtung eine Bereitstellung feindl. Fahrzeuge erkannt.
7.10 Uhr Angriff eines Inf.Batl. verstärkt durch Pz-Spähwagen und Selbstfahrlafetten. Im gutgeleiteten.
Abwehrfeuer der 1. Art. Abtlg. 361 u. Russengeschützen JR 155 u. Pak.Sfl. wird der Angriff ca. l km vor 
Stützpunkt Süd abgeschlagen. Feind zieht sich unter Zurücklassung einiger Toter und Gefangener zurück. Er 
versucht gegen 7.40 Uhr gegen Stützpunkt "Mitte" vorzugehen, wird abgewiesen und weicht nach Südosten aus 
(8.30 Uhr). 5 Pz-Spähwagen und 2 Lkws abgeschossen. Eigene Verluste 2 schwer- und 5 leichtverwundete (2 
Offiziere)

Die Batterie wird zur Panzerbekämpfung 800 m vorgezogen. Oblt. Rave (Batterie-Chef) macht eine feindliche B-Stelle aus und nimmt 2 Engländer gefangen.
Glückwunsch des Divisions-Kommandeurs für gutes Schießen der Batterie.
Die 1. Batterie verbleibt bis zum 9. Mai in dieser Stellung. Der Gegner erkundet immer wieder mit Jägern, ab und zu auch Bombenabwürfe. Unserer 2 cm Flak gelingt es immer wieder durch Schnellfeuer, den Gegner auf einen gebührenden Abstand zu halten. Treffer wurden keine erzielt, da ein Fla-Visier nicht vorhanden war und zur Zielhilfe mit Leuchtspur geschossen wurde.
Der Alltag in der Batterie war Feuerbereitschaft beim Hellwerden. Die B-Stclle wird besetzt.
Eine Beobachtung auf der B-Stelle ist etwa ab 9.00 Uhr kaum noch möglich. Durch die strahlende Sonne erwärmt sich der Boden sehr schnell und die Luft über dein Boden flimmert so stark, dass eine Konservenbüchse sich zu einer "Tonne entwickelt" und auf weite Entfernungen (einige km) nicht mehr zu identifizieren ist.
In der Nähe der Batterie steht eine Eigenbau-Selbstfahrlaffette des J.Rgt.155. Auf einer Halbketten-Zugmaschine ist ein russisches Beutegeschütz aufgebaut. Die Holme des Geschützes sind halbiert und als Splitterschutz einige dünne Bleche. Der "Möbelwagen" ist allerdings schon von weitem erkennbar.
17.-4.: Sandsturm, Temperatur mittags 29°
Am 20. April (Führers Geburtstag) werden einige Beförderungen ausgesprochen. Legionäre werden noch nicht befördert.

Umgruppierung der Tmimi-Front - 90. leichte Division und Einsatz der 2. u. 3. Batterie

Nach dem Vorstoß am Ostersonntag lief die Umgruppierung der 90, leichten Division weiter.
Die Hauptmasse der Division war südlich der südöstlich verlaufenden Via Balbia in den Abschnitten Nord und Süd. Im Abschnitt Nord war das Regt. z. b. V 200, später JR 200 in zwei Stützpunkten "Suse" und "Grete" eingesetzt. An den Abschnitt Süd von den beiden Bataillionen unseres Inf.Rgts 361 "Anna" und "Gerda" schloß sich der Kampfabschnitt der 7. Bersagliere an und weiter im Süden bei Bir Temrad wieder Teile der 90. leichten Division - Inf.Rgt.155 mit 1. Batterie 361. In diesem Raum nordwestlich hinter den 3 Stützpunkten Nord, Mitte und Süd das Artillerie-Kommando 104 (Arko), der Panzergruppe Afrika unterstellt.
2. Batterie: Sie hatte im Laufe des Monats März 4 engl. Beutegeschütze erhalten und auch Versuchsschießen durchgeführt.
Die Einsatzbereitschaft war für den 16. April vorgesehen. Lt. "Besonderer Anordnung zum Divisionsbefehl vom 11.4.42 für die Gliederung und Aufgaben der Art. u. Flak" vom 15.04.42 wurde die Batterie ebenfalls Kdr.In£ 155 unterstellt mit Eintreffen 17.4.42. Einsatz der Batterie auf Stützpunkt "Suse", der im Nordabschnitt der Division an der Via Balbia liegt. (Veteran Lambricht) 
In diesem Stützpunkt "Suse" liegt das l.Rgt.200. Im Stützpunkt erhält die 2. Batterie unerwartet auch russ. Beutegeschütze. Die Batterie verbleibt in diesem Stützpunkt und wird am 11. Mai nach Segnali-Süd verlegt, als Ausgangsstellung für die Ende Mai beginnende deutsche Offensive. Die Stützpunkt-Namen werden nach Abschluss der Umgliederung der Division Ende April geändert.
3. Batterie
Die Batterie verbleibt bis in die 2. Hälfte April im Feldlager "Am Hungerturm". Der Batterie-Chef Obtl. Hasse wird zum Hptm. befördert. Lt Müller, Batterie-Offizier, wird zum Abtlg-Stab versetzt. Nachfolger wurde Lt. Kreutzer.
Ein Teil der Geschütze war im Frühjahr in Brindisi verladen worden, allerdings ohne Zubehör und anscheinend auch ohne Munition. Die genaue Anzahl ist nicht zu ermitteln, wahrscheinlich 4 Geschütze. In den "Besonderen Anordnungen" vom 15.4. zum Div.Befehl vom 11. April sind eine 3, und 4. Batterie mit je 6 leichten Feldkanonen Kal. 7,5 cm vorgesehen. Eintreffen beim Art.Kdr. voraussichtlich am 17.4. Bei der Division wird bereits eine II. Abtlg. geplant. (Stand 15. April:
Hptm. Hasse wurde aus gesundheitlichen Gründen zur Div. versetzt. Als Nachfolger trifft Oblt. Schreiber ein, der die Batterie bis zu seinem Unfall im Frühjahr 1943 führt. Am 21. April besichtigte Gen. Rommel bei einer Besichtigung der 90. le. Div. auch kurz die Stellungen der 3. Batterie. Anfang Mai wurde die Batterie an die Via Balbia in die Nähe von Tmimi verlegt. Die Batterie bezog Stellung in der Nähe des Instandsetzungstrupps der Art.Abtlg. Zu dieser Zeit wurden die deutschen Geschütze an die Inf. abgegeben und die Batterie mit russischen Beutegeschützen (Feldkanone Kaliber 7,62 cm) ausgerüstet. (Veteranen Hoffmann/Suszek)
L/Art.Abtlg. 361

KTB-Divison u. KTB-Panzer-Armee: 
15.4. Gespräch Ia und IIa über Aufstellung einer IL/ Art.Abtlg. 361 
15.5. 16.4. Besprechung mit Kdr. Afr.Art.Abtlg. 361 über Aufstellung einer neuen Art.Abtlg.

KTB-Panzer-Armee:
17.4. Entsprechend den mit weitreichenden Batterien ausgestatteten engl. Aufklärungsabteilungen werden A.A.3 und A.A.33 mit.je einer engl. 8,76 cm Beutebatterie ausgerüstet.
18.4. Hptm. Kaul bespricht Abgabe seiner engl. Geschütz mit Ia. 1. Fla 613 einstweilen bei Art.Abtlg. 316 eingegliedert
20.20 Uhr Gespräch Ia und IIa über Aufstellung einer zweiten Abteilung/Artl.Abt. 361 mit engl. Geschützen. Lässt es sich schaffen, Offz. und Mannschaftsmässig? IIa sagt: Nur unter großer Schwierigkeit. Ia befürchtet, dass, falls die Geschütze nicht angewendet werden, die engl. Geschütze der Div. weggenommen werden, da die deutschen 1FK 18 (7,5 cm) schon eingetroffen sind. Ende April wird die Batterie mit der Geschützausrüstung 1FK 18 auf Transportprotze in den Raum Tmimi verlegt. Für Lt. Müller war Lt. Kreutzer als Batterie-Führer eingetroffen. Die Geschützstellung war mehrere km landeinwarts südlich von Tmimi, süd-westlich der Via Blabia . Ende April/Anfang Mai neue Batteriestellung im Abschnitt Süd der Division im Stützpunkt "Anna" (später "Löwe") 
21.4.: Abends geht Befehl über Abgabe einer engl. Batt. von Artl.Abt.361 an gem. Aufkl.Abtl.Kp580 ab. An Front lebhafteres Artl.Feuer als in den Vortagen.
21.4.: Wetter sonnig, Temperatur mittags 32° 
22.4.: Wetter windig, Temperatur mittags 29° 
Die LArt.Abtlg. 361 - der Division unterstellt - ist in den letzten April Tagen mit Geschützen eingesetzt. Die 1. Batterie mit engl. Beutegeschützen im Süden der Tmimi-Front war dem Inf.Rgt. 155 zugeteilt und war artilleristisch an der Abwehr verschiedener englischer Vorstöße gegen die Stützpunkte Nord, Mitte und Süd im Süden der Frontlinie beteiligt.
Die 2. Batterie war mit 4 engl. Beutegeschützen auf dem Stützpunkt "Suse" im Verband L/JR200 im Nordabschnitt der Division an der Via Balbia in Stellung.
Die 3. Batterie war anfänglich mit der leichten deutschen Feldkanone (1FK 18) Kaliber 7,5 cm Mitte April auf dem Stützpunkt "Gerda" bei IL/JR 361 eingeplant, kam aber dann Ende April anscheinend nur kurze Zeit auf "Löwe" (vorher "Anna") zu L/JR3G1, um Anfang Mai mit russischen Beutegeschützen ausgerüstet zu werden.
Aus dem KTB der Division ist für den Zeitraum bis Anfang Mai zu erkennen, dass auch die materielle Ausrüstung der Division durch die Nachschublage mir durch Improvisation lösbar war. Bis zum Beginn der Offensive Ende Mai war es nicht möglich, das 3. Inf.Rgt. (Rgt.200) vollständig mit Transportfahrzeugen auszurüsten. In der Artillerie (leicht) verfügte die Division lediglich über unsere Abteilung mit 3 Batterien. Die "schwere" Artillerie über 10 cm Kaliber unterstand der Panzerarmee (später Heeresgruppe Afrika) im Artillerie-Kommando 104, ebenfalls der Panzerarmee unterstellt sind die Heeres-Fla-Einheiten.
01.05. - KTB-Div.:
9.00 Uhr kommt O.B. auf Gefechtsstand Rgt. 155 und schickt Oberst Marcks sofort in Urlaub. Er entwickelt seine Pläne für den nächsten Monat. Dazu soll 1.Komp.J.R.155 mit Kfz. des 1.JR.361 aufgefüllt werden, damit das Rgt. voll einsatzfähig wird. (Oberst Marcks, Kd.IR 155)
Einweisung Ia in kommende Aufgaben . Regelung organisatorischer Fragen, Ausstattung der A.A. mit engl. Geschützen, Art.Abtlg. 361 mit Russengeschützen, IL/J.R.200 mit 7,5 cm Kanonen (Geschütze 3. Batterie).
06.05. - Div.-Befehl:
Ablösung im Abschnitt Bir Temrad. 1. Batterie Rave zurück zur Art.Abtlg. 361. IR 155 beläßt Batt. Rave im Stützpunkt
II.J.R.155 zur Nacht 8./9. Mai, dann zurück zum Troßplatz südlich Tmimi (Nähe Via Balbia). Zwischenzeitlich werden Gerüchte über einen neuen deutschen Angriff bekannt. Am 8. Mai gibt der OB einen Befehl heraus, in dem diese Gerüchte zurückgewiesen werden.
10.05.:
Div-Befehl über die Verlegung der 90. le. Div. in Abschnitt Segnali-Süd.
Segnali-Süd und -Nord liegen etwa nordöstlich Bir Tengeder in Richtung Bir Temrad. Wüstengelände mit einzelnen Hochplateaus und einzelnen ausgetrockneten Salzseen.
11.05.:
Artl.-Abt.361 wird mit Durchführung der Ausbildung am Russengeschütz bei I.R.200 und J.R.155 beauftragt.
Die 2. Batterie wird am 11. Mai aus dem Stützpunkt "Gazelle" (vorher "Suse") nach Segnali-Süd verlegt und bezieht hinter einem trockenen Salzsee Stellung. Die Tagestemperaturen sind mittags schon über 30° und machen trotz der Eingewöhnungszeit seit Nov. 41 allen zu schaffen. Unterstellung der Batterie zur Kampfgruppe Marcks (IR 155), wie die 1. Batterie. Am 26. Mai morgens Abmarsch in den "Aufstellungsraum" der Division vor Beginn der Offensive.
Die 3. Batterie wird Mitte Mai nach Segnali-Süd aus dem Stützpunkt "Löwe" (vorher "Gerda") in den Versammlungsraum der Division nach Segnali-Süd verlegt. Nach Abgabe der Feldkanonen, mit der die Abtlg. auf dem Truppenübungsplatz Wahn/Köln ausgerüstet war, erhielt sie 4 russische Feldkanonen Kal. 7,62 cm. Die 3. Batterie liegt im Nordteil des Div.-Abschnittes. Die Stellung ist hinter einem Salzsee.
Gleich zu Anfang des Aufenthalts mehrere Salven zur Abwehr eines englischen Spähtrupps (2 Fahrzeuge) abgegeben, der durch die Schanzarbeiten unserer B-Stelle aufmerksam geworden war und die vor uns liegende Infanterie zu vereinnahmen drohte. Der engl. Spähtrupp drehte ab.
Rechts neben uns lagen auf Sichtweite keine Truppenteile. Daher wurde mehrere hundert Meter dahin Posten gestellt, besonders nachts mit Signalpistolen.
Beim Besuch des Div.Kdr.Gen. Kleemann fiel die "Bärtigkeit" der Batterie auf. Auf Befehl des Div.Kdr. mussten die Bärte "entfernt" werden. Jeder in der Batterie erhielt dafür 2 Liter Waschwasser zusätzlich. Waschwasser war "Mangelware" und musste mit Wasserwagen aus dem Küstenbereich herangeholt werden. ( Veteran Hoffmann)

Stabsbatterie der Art.Abtlg.

Im Februar waren aus dem Stab der Art.Abtgl. die technischen Gruppen, Instandsetzungszug, Waffenmeisterei, Nachrichtenzug, Nachschubstaffel und Zahlmeisterei als Stabsbatterie aufgestellt worden. Die Stabs-Batterie hatte während des gesamten Einsatzes keine Geschütz-Ausrüstung.
Führer der Stabsbatterie wurde Olt. Brust. O-Funkmeister Kussmann, OFw. Humpert u. Waffen-Schirrmeister Erler waren mit Gerät im April 1942 in Brindisi auf den Frachter "Bellona" verladen worden. Die Teile trafen im Laufe des Aprils bei der Abteilung ein, die jetzt weitgehend vollständig war.
Am 25. Mai ist die Artillerie-Abteilung nachdem auch 1. Batterie eingetroffen war, vollständig im Raum Segnali-Süd versammelt. Die 1. u. 2. Batterie lagen mit Stab u. Stabsbatterie westlich eines kleinen Salzsees und nördlich vom "Menton-See" (Div. vom 18.05.42, Raum Segnali-Süd).
Der "Menton-See" (trockener Salzsee) hatte seinen Namen, wie auch "Menny"-Massiv nach den Kdr. des Sonderverbandes 288 Oberst Menton und Inf.Rgt. 155 Oberst Menny.
Der Sonderverband 288 liegt in der Nähe der Abtlg. und 1. u. 2. Batt. Dieser Verband war nach seiner Aufstellung in Griechenland mit SV 287 für den Einsatz im Vorderen Orient vorgesehen ("Orient-Legionen der deutschen Wehrmacht - Sonderstab F unter General Felmy"). Der Verband hatte bei den Mannschaften keine ehemaligen Fremdenlegionäre.
Dieser Sonderverband (SV 288) besteht aus verschiedenen vollmotorisierten Waffengattungen, um als selbständige Einheit operieren zu können. Die Angehörigen sind überwiegend Auslandsdeutsche, die u. a. zeitweilig im Vorderen Orient gelebt haben. Der Verband ist der 90. le. Div. bis El Alamein unterstellt und wird am 31.10.1942 in Pz.Grenz.Rgt. Afrika umbenannt.
Kdr. von SV 288 ist Oberst Menton. Bis Oktober 1942 wird der Verband als Kampfgruppe Menton geführt.
In der Offensive war die 3. Batterie der Kampfgruppe Menton meist zugeordnet.

Quelle: LIBYEN - AEGYPTEN - TUNESIEN von KARL SCHWEYHER