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Erich Felgner - Nachschub in Afrika

  Name: Erich Felgner
  Rang: ---
  Einheit: ---
 
Würden Sie bitte kurz Ihre militärische Laufbahn vor der Versetzung nach Afrika beschreiben?

Am 2.10.1939 wurde ich zur Kraft-Fahr-Ersatzabteilung nach Stendal eingezogen. Dort erhielten wir die Grundausbildung, hauptsächlich als Kraftfahrer. Ich machte den Führerschein II und etwas später die I für Motorräder. Dann nahm ich an einem Unterführlehrgang teil, den ich auch bestand. In der Ersatzabteilung kamen alle 4 bis 6 Wochen neue Soldaten, die den Führerschein machen sollten, da wurden wir Unterführer als Stubenälteste eingeteilt.

Wurden Sie abkommandiert oder haben Sie sich freiwillig gemeldet?

Ich wurde abkommandiert.

Gab es ein spezielles Training bzw. eine Einweisung für den Kampf in der Wüste und wenn ja, wie sah dieses aus?

Eine besondere Einweisung gab es nicht, nur ein Merkblatt wie man sich zu verhalten hat.

Wie erfolgte der Transport nach Afrika?

Ende oder besser gesagt Mitte März 1941 ging die Parole rum, wir werden untersucht und geröntgt auf Tropentauglichkeit und so kam es auch. Wir kamen nach Berlin in eine Schule in der Nähe vom Schlesischen Bahnhof, Dort empfingen wir unsere Tropenausrüstung, oliv farbig. Am 3. oder 4. April ging es dann nach Italien, Neapel. Dort wurden wir unsere graue Uniform los und hatten nur noch Tropensachen. Von dort kamen wir auf ein Schiff und verbrachten dort einige Tage. Wegen zu großer U-Boot-Gefahr wurden wir wieder entladen und fuhren mit dem Zug nach Süditalien, von dort nach Catania auf Sizilien. Wir waren ein ganzes Batallion, ca. 700 bis 800 Mann. Am Strand schlugen wir unser Einmannzelt auf und verblieben dort. Ich kam mit der letzten Ju 52 mit Bürokisten und 8 Soldaten nach Tripolis. Die ganzen Flüge gingen reibungslos.

Können Sie sich noch an Ihre ersten Erlebnisse nach der Ankunft in Afrika erinnern?

Dort kamen wir in ein Lager, km 5 nannte sich das. Von dort wurden Arbeitskommandos in den Hafen gestellt, manche waren auch zum Abladen eingesetzt. Nach einiger Zeit kamen wir in ein anderes Lager, km 28. Dort wurden dann die Kommandos eingeteilt. Eines Tages kam der Befehl, es werden 18 Kraftfahrer gebraucht, die 18 Personenwagen, Marke Silka, glaube ich, waren es, nach Bengasi bringen sollten. Jeder bekam einen Beifahrer und auf der Frontleitstelle in Bengasi mussten wir uns melden. Die Autos waren wir los und wir mussten auf Winkertour zur Front. Ich kam zum Unterstab der Aufkl.Abteilung 3, die in Stahnsdorf zu Hause war und schon in Olen und Frankreich mitgemacht hatte. Von dort wurde ich wieder versetzt zum Divisionsnachschub. Es waren nicht genügend LKW da, um den Nachschub ran zu bringen und da hatte jede Einheit etliche Fahrzeuge abzustellen, so auch die A3. Auf dem einen LKW war als Beifahrer der Schneider vom Stab und der sollte zurück und ich kam dafür hin. Wir fuhren aus dem Hafen alles was ankam zur Front vor; da haben wir viele Fliegerangriffe gehabt und Verluste an Menschen und Fahrzeugen. Einen Angriff werde ich nie vergessen: Das war eine Notausladestelle in Marsa-Matruh, da war ich kommandiert, Schotter am Rand des Meeres zufahren. Der Befehl war gemacht und mein Uffz. Sagte, stell dich mal hier hin, wenn unsere Fahrzeuge dran sind, reihst du dich wieder ein. Es war Mittagszeit, die Arbeit auf dem Schiff ruhte, dort waren Gefangene eingesetzt. Auf einmal flogen Bomben auf das Schiff und in die Umgebung. Keiner durfte mehr am Schiff vorbeifahren, es könnte explodieren. Ich stand aber vorne und wollte gerade wegfahren, da kam ein Soldat und schrie: "Binde mir mal meinen Arm ab!". Dieses schnell gemacht und weg vom Hafen. Nach einiger Zeit trafen wir uns wieder und ein Kamerad fehlte, er war im Lazarett, verwundet, so stark, daß er starb. Dieser Kamerad war ein Deutschargentinier, der studierte in Deutschland und musste auch seinen Wehrdienst leisten. Er hatte am selben Tag Geburtstag wie ich, war nur ein Jahr später geboren. 1941 im November als uns der Tommy aus der El-Alamein-Stellung vertrieb, waren wir in der Wüste im Einsatz. Wir wussten nicht, was hinten und vorne war. Tage lang nicht mehr geschlafen, wir waren vollkommen eingeschlossen, überall kam Feuer auf uns. Da sagte mein Fahrer: "Komm, hier müssen wir weg.". Die Geschosse kamen immer näher. Vorher muss die Infanterie (dort) gelegen haben, denn es waren überall Deckungslöcher ausgeworfen. In einem lag ich. Als wir zu unserem Fahrzeug zurückkamen, war die Plane durchlöchert und neben meinem Deckungsloch war eine Granate explodiert. Man weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich liegen geblieben wäre. Unsere Kampftruppe kämpfte sich aber durch und am 2. Dezember 41 waren wir befreit. Wir bekamen ein paar Tage Erholung, dann ging es wieder weiter. Der Tommy trieb uns ja bis hinter Bengasi.

Schildern Sie kurz, wie lange und in welchen Einheiten Sie in Afrika eingesetzt waren.

Erst in der Aufklärungseinheit, dann beim Divisionsnachschub in der 6. Kolonne, später wurden wir 3. Kompanie, zu viele Verluste.

Heutzutage wird das Afrika-Korps immer in Verbindung mit dem Mythos Rommel genannt. Wie dachte und sprach man bei den Soldaten?

Rommel war ein sehr guter Führer im Afrika-Korps, sehr beliebt bei den Soldaten.

Fühlte man sich damals als "Afrikakämpfer" als etwas Besonderes oder war es aus der damaligen Sicht ein Kriegsschauplatz, wie jeder andere?

Es war schon etwas Besonderes im Afrika-Korps zu sein. Mit wenig Menschen und Material hat Rommel den Feind lange von Deutschland abgehalten.

Rommel genoss bei den alliierten Soldaten großen Respekt. Wie dachte man bei Ihnen über den Befehlshaber der gegnerischen Seite "Bernard Montgomery" und die Gegner im Allgemeinen?

Montgomery schätzte auch Rommel sehr, bewunderte seine Siege. Den Leuten wurde ja auch nichts getan.

Wie wurde man über die kriegerischen (und politischen) Ereignisse unterrichtet?

Die Post klappte gut, wir waren ja immer unterwegs und gaben sie meistens auf dem Feldflugplatz ab. Die Nachrichten von Russland waren immer gut, 1943 war in Afrika alles tot.

Wie dachte man über die italienischen Soldaten bzw. die italienische Führung, bzw. wie war der Kontakt zu Ihnen?

Die italienischen Soldaten waren nicht das, was Rommel erwartet hatte. Immer bei Ihnen brachen sie durch. Sonst waren es liebe Menschen.

Wie sah der Alltag in Afrika aus? In Bezug auf Verpflegung, Kleidung, Freizeit, Urlaub, Kontakt zur Heimat, etc.

Der Alltag war in Afrika öde. Verpflegung war gut, Kleidung auch. Wir hatten alles in dreifacher Ausfertigung. Freizeit gab es auch, da haben wir unsere Wäsche gewaschen. Wenn wir kein Wasser hatten, nahmen wir Benzin. Urlaub gab es wenig, nur die am längsten da waren, konnten mal fahren. Es war ja auch ein großes Risiko. Kontakt zur Heimat war gut. Ich habe meine Post immer mit Nr. versehen und meine Eltern auch. Die Post, die von Afrika und aus der Gefangenschaft habe ich noch gebündelt im Schrank liegen. Ab und zu lese ich es wieder, da wird vieles wach bei einem.

Gab es Kontakte zu alliierten Kriegsgefangenen?

Kontakt zu alliierten Kriegsgefangenen gab es kaum.

Gab es Kontakte zu Einheimischen?

Keinen direkten Kontakt, aber öfter gesehen.

An welchen Gefechten/Operationen haben Sie direkt teilgenommen?

An Gefechten habe ich fast an allen teilgenommen. Ich war in der 21. Panzerdivision. Zu Fuß ging da keiner und ich war mit unserer Kolonne immer direkt verbunden.

Können Sie alliierte Einheiten benennen, mit denen sie in Kampfhandlungen verwickelt waren?

Alliierte Einheiten kann ich nicht benennen. In der letzten Zeit war ich als Rechnungsführer unserer Einheit eingesetzt.

Wie veränderte sich im Laufe der Zeit die Nachschublage in Bezug auf Munition, Treibstoff, Lebensmittel, etc.?

Ich war beim DiNaFü, d.h. Divisionsnachschubführer. Erst waren wir 12 Kolonnen, drei große und neun kleine, später wurden wir Kompanie. Manchmal war Munition da, die nicht gebraucht wurde (z.B. falsches Kaliber). Treibstoff für den Rückzug war, wie es schien, immer genug da, vielleicht für die Kampftruppen nicht immer. An Lebensmitteln hat es bei uns nicht gefehlt. In der Gefangenschaft, vor allem als wir den Franzosen übergeben wurden, war die Versorgung sehr schlecht.

Wurden Sie in Afrika verwundet und/oder krank? Wenn ja, was geschah dann?

Ich wurde in Afrika nicht ernstlich krank, Durchfall mal. Habe sehr viel Glück gehabt, wurde nicht verwundet.

Wie und wann gerieten Sie in Gefangenschaft?

In Gefangenschaft gerieten wir am 15.5.1943, alle die, die nicht im Einsatz an der Front waren. Wir befanden uns in einem Tal, ca. 20 Mann. Ein Spähwagen kam gefahren. Ein Offizier stand drin und sagte auf Deutsch: "Ist das alles euer? Dann fahrt mal die Straße zurück. Dort werdet Ihr schon in Empfang genommen.". Einen LKW hatten wir noch, den mussten wir natürlich abgeben.

Beschreiben Sie den Verlauf Ihrer Gefangenschaft und das Leben im POW-Camp.

Einen Tag verbrachten wir an der Straße, wo sich schon hunderte gesammelt hatten. Am nächsten Tag wurden wir von Schwarzen mit unseren LKW in ein Lager gefahren. Es sah dort aus wie auf einem Truppenübungsplatz. Eine Straße ging durch das Lager, da standen die Einheiten drauf, die schon da waren, kamen neue , konnten sie sich da anschließen. Dann kamen wir in ein anderes Lager, nur im Gelände, etwas Stacheldraht rings um gezogen. Die Engländer versorgten uns sehr gut mit allen Sachen, z.B. Verpflegung und Wasser. Tag und Nacht fuhren sie das Zeug ran, durchsucht wurden wir beim Engländer gar nicht.

Wie war die Behandlung durch die Alliierten?

Die Behandlung war gut. Es hat uns kein Soldat etwas zu Leibe getan.

Wie erlebten Sie den weiteren Kriegsverlauf im POW-Camp?

Wir wurden mit dem Zug von Tunesien nach Marokko transportiert. In Algerien wurden wir von den Amerikanern übernommen, die waren nicht so freundlich zu uns, öffneten nicht die Türen von den Waggons. Die Sonne schien auf das Dach, da kann man sich vorstellen, wie die Luft darinnen war. Wir kamen in ein amerikanisches Lager. Vierzehn Tage, dann verschob der Amy uns an den Franzosen. Da ging der Leidesweg erst mal los. In einem Zug wurden wir, 1800 Mann, nach Bou-Arfa transportiert. Als wir dort ankamen, liefen die da Landser rum. Der Zug hielt aber nicht, die waren richtig verstummt. Ungefähr 1 km weiter hielt der Zug und wir konnten aussteigen. Kein Haus, kein Baum, nur Stacheldraht war zu einem Viereck gespannt und da kamen wir rein und lagen dort 4 Wochen unter freiem Himmel. Was da los war, werde ich nie vergessen. Einen Kameraden traf ich dort, der war auch erst 2 Tage vorher angekommen. Der war von Tunesien getürmt, wurde aber von der Wüstenpolizei an der Grenze nach Spanisch-Marokko geschnappt und auch in das Lager gebracht. Dieser Kamerad war von der Werkstatt-Kompanie und hatte schon einiges erfahren und zwar war Bou-Arfa ein Straflager. Es waren ungefähr noch 100 Leute im alten Lager und 120 waren schon beerdigt. Die Löcher wurden schon im voraus gemacht. Vor ungefähr einer Woche war das Deutsche Rote Kreuz dahinter gekommen und es erschien eine Abordnung. Die Arbeit wurde sofort eingestellt und einen Kameraden nahmen sie mit. Der wog nur noch so um die 90 Pfund. Vier Wochen lagen wir dort in der Wüste und die Arbeit sollte sein, durch ein Tal einen Damm zu bauen, damit die Eisenbahn darauf lang fahren kann. Entdeckt wurde dieses Lager von Kameraden, die dort ausgerissen waren und nach Zanger zum Deutschen Konsulat kamen. Viele Ausreißer wurden aber geschnappt und wurden im Lager extra eingesperrt, in einem Drahtkäfig, wo sie sich kaum bewegen konnten. Wir wurden dann mit dem Zug nach Midelt transportiert, das war in der Nähe des Atlasgebirges. Dort war eine alte Araberkaserne, die wir wieder aufmöbeln mussten. Essen war schlecht, meistens nur madige Erbsen und die nicht mal genug. Unsere Truppe hatte Glück und kam in ein Zimmer, wo früher die Infanterie drin war, andere kamen nur in kaputte Lehmsteinbauten. Von dort meldeten wir uns freiwillig zu einem Arbeitskommando, 150 Mann. Straßenbauen hieß es, war ja ein bisschen zu groß, aber nur raus aus dem Lager. Wir kamen nach El-Hajeb, da waren nur Soldaten. Die 150 Mann wurden aufgeteilt in zwei Gruppen. 1. Gruppe Chemie, die andere Außenarbeiten. Ich war bei den letzteren, mussten weißen Sand auf einen Platz bringen. Dann später suchten sie zwei Landwirte, die sollten eine Wiese, ca. 1 ha, umpflügen. Ein franz. Serjant besorgte einen Pflug, der aber zu klein war. Am nächsten Tag hatten wir einen anderen. Vir Mulis wurden vorgespannt und ein Kamerad, auch ein Landwirt, und ich pflügten nun die Wiese um. Andere Kameraden schlugen die noch rausguckende Grasnarbe kaputt. Es entstand ein schöner Garten, der für Offiziere sein sollte, damit sie Gemüse anbauen konnten. Ein Bach vom Atlasgebirge floss da entlang und da konnte auch bewässert werden. Sechs Gefangene sollten nun den Garten in Schwung halten, darunter war auch ich. Da es aber zu viel Aufwand war, uns zu bewachen, kamen wir alle in ein Zeltlager direkt im Atlas-Gebirge. Dort haben schon vorher italienische Gefangene am Pistenbau gearbeitet. Die kamen nach Hause und wir bauten die Piste fertig. Die Pisten zogen sich am Hang mit Steigung entlang. Alles, was in den Weg kam, wurde entfernt. Das war eine gute Arbeit.Als alles fertig war, kamen wir ins Lager Ram-Ram. Dort bekamen wie die erste Glatze geschnitten, dann aber nicht wieder. Da kam für uns noch mal eine schlechte Zeit. Es waren zwei Lager. In einem waren die Afrikakämpfer und in dem anderen waren nur junge und alte Soldaten, die auf Sizilien und (in) Italien gefangen genommen wurden. Unsere Rettung war, daß wir jeden Monat eine deutsche Rot-Kreuz-Sendung erhielten und die war immer sehr gut. Ich habe die Sendungen aufgeschrieben. Ab und zu lese ich sie mir wieder durch. Dann konnten wir uns auf der Schreibstube melden, wer auf die Farm wollte. Eines Tages kam ein Angebot, 20 Mann auf eine Farm. Der Farmer, ein Franzose, stand schon mit dem LKW da. Viele Landser standen da und wollten raus. Der Farmer suchte sich aber selber die Leute aus, die ihm gut erschienen und dabei war ich auch. Auf der Farm gab es ja viel Arbeit. Als der Farmer für uns bezahlen musste, an den Staat, liefen ihm die Augen über und er sagte: "In der Landwirtschaft kann ich Euch nicht beschäftigen. Ihr müsst spezielle Arbeit machen.". Einen gelernten Maurer hatten wir dabei und der lernte noch alle zum Mauern an, bis auf einen, den im Atelier, einen im Kuhstall, einen im Garten und ich als Traktorist. Dort waren wir vom 1. April 1946 bis Anfang August 1947.Dann kamen wir ins Lager zurück und kurze Zeit danach nach Frankreich. Dort wieder in ein Lager und ich kam dann zu einem Bauer nach au Chiez. Dort habe ich ungefähr ein halbes Jahr gearbeitet, auch bei seiner Schwester, die im Nachbardorf wohnte und einen schwerkranken Jungen hatte. Dann wurden wir ins Lager gerufen, da sollte eine Gruppe für ein Bergwerk in Nordfrankreich aufgestellt werden. Wir wurden untersucht und Schäden, die man hatte, sollte man sagen. Ich hatte mal in der Schule beim Turnen einen Unfall und seitdem bekomme ich durch das linke Nasenloch schlecht oder nicht ausreichend Luft. Das genügte, war untauglich für das Bergwerk. Es war ja nun schon 1948 geworden und viele alte Soldaten, auch Familienväter, kamen nach Hause. Der Kapitän brauchte einen Viehfütterer für Kleinvieh und Abwäscher im Kasino. Da wurde ich gerufen und bekam diese Stelle. Die beste meiner Gefangenschaft. Im Kasino waren nur Gefangene beschäftigt. Der Chef sagte, von Franzosen werde ich beklaut, denn die hatten ja auch ihre Familien dort, aber die Deutschen können sich nur satt essen. Die Franzosen feierten ein Fest auf das andere. Eine deutsche Musikkapelle war vorhanden und da ging es bis in die Nacht hinein.

Wie erfuhren Sie vom Ende des Krieges?

Kriegsende erlebte ich 1945 in El Hajeb (Marokko).

Wann und wie wurden Sie aus der Gefangenschaft entlassen?

Anfang September (1948) kam ich nach Hause, erst noch ins Quarantänelager in Wolfen.

Gab es irgendwelche Momente/Erlebnisse, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

In Bengasi hatte ich nur mal ein Paar Sandalen bei einem Araber gekauft und wie ich sie am Abend anziehen will, waren es zwei linke. Ein großer und ein kleiner.Nach einiger Zeit zogen die Deutschen wieder in Bengasi ein. Ich ging zu dem Laden, wo ich die Sandalen gekauft hatte. Der Araber erkannte mich gleich und er gab mir den größeren und so waren wir beide geholfen. Die Araber waren ja deutschfreundlich, das haben wir immer wieder gemerkt.

Ich danke Herrn Felgner für das Interview.